Garmil & Gamidaur (1.Rang)

Auf eine selbstverständliche Art gliedern sich die beiden Bauvolumen mit insgesamt 13 Wohneinheiten in den Kontext der Einfamilienhaussiedlung ein und verfolgen das Ziel, dem städtebaulichen Anspruch eines harmonischen Ortsbildes gerecht zu werden. Um dies zu erreichen, spielen die Volumen mit Vor- und Rücksprüngen der Fassaden und heben somit die Vorstellungen eines typischen Mehrfamilienhauses auf. Die Ausformulierung eines Steildaches mit Mehrfachgiebeln ist das Schlüsselelement, um die Bauvolumen kunstvoll in das mit Einfamilienhäuser durchsetzte Gebiet einzugliedern. Zudem widerspiegelt die Dachform das für die Region bedeutsame Bergpanorama. Mit der Situierung der Gebäudevolumen wird eine grösstmögliche Fassadenfläche nach Süden angestrebt und zugleich einen familienfreundlichen Zwischenraum zum Erholen und Spielen gestaltet. Die allseitige Orientierung der beiden Mehrfamilienhäuser „Garmil & Gamidaur“ wird auch in der Befensterung wahrgenommen. Alle Fassaden werden mit wenigen unterschiedlichen Fensterformaten zu Hauptfassaden.

 

Einen besonderen Fokus wird beim Projekt „Garmil & Gamidaur“ auf die Aussenräume gelegt. Ein gemeinsamer Zugang schafft einen Ort des Begegnens und Grüssens, indem sich die Sonne geniessen und verweilen lässt und in dem Kinder frei spielen können. Um diesen Zwischenraum sicher und autofrei zu gestalten, rückt die Zufahrt für den motorisierten Verkehr ans Parzellenende, wo auch Besucherparkplätze und die Tiefgaragenzufahrt situiert sind. Insgesamt gibt es vier grosszügige Erdgeschosswohnungen mit privatem Gartenbereich, was den Zuzug für junge Familien attraktiv gestaltet. Zudem zeichnen sich die Wohnungen mit einer Orientierung in drei Himmelsrichtungen aus. Ob Leseecke, Bürozone oder Lernecke – die helle Sitznische lässt Raum für individuelle Wohnträume.

 

Das Unterteilen in mehrere Teilvolumen bindet die Baukörper allseitig in die Situation ein und nimmt die Körnung der umliegenden Bauten auf. Insbesondere mit der Dachform reagieren die Bauvolumen auf die Gebäudeformen in ihrer direkten Umgebung. Die allseitige Orientierung der beiden Mehrfamilienhäuser „Garmil & Gamidaur“ wird auch in der Befensterung wahrgenommen. Alle Fassaden werden mit wenigen unterschiedlichen Fensterformaten zu Hauptfassaden. Die Aussenräume jeder Wohnung sind im Volumen integriert und werden als grosszügige Fassadenöffnungen ausformuliert.

Verfahren: Studienauftrag

Auftraggeber: Spina Mels AG

Ausführung: 2020 - 2021

Ort: Mels, Schweiz

Auszeichnung: 1. Rang

Fotos: Studio Gabor Gyenese